Psychlogische Beratungsstelle

Übersicht

Gesetzliche Grundlagen und allgemeine Zielsetzungen

Wer kann uns um Rat fragen?

Anlässe und Gründe

Unser Angebot

Gruppenangebote

Gruppen für Erwachsene

 





Gesetzliche Grundlagen und allgemeine Zielsetzungen

Die Erziehungsberatung ist eine Leistung der Jugendhilfe bzw. eine Hilfe zur Erziehung, die im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) ihre gesetzliche Verankerung findet. Sie zielt darauf ab, die Erziehungsberechtigten in ihrer Erziehungsverantwortung zu unterstützen, um eine dem Wohl des Kindes entsprechende Erziehung sicherzustellen. Die gesetzlichen Grundlagen sind die §§ 16, 17, 18 und 28 KJGH. Gemäß § 28 KJHG besteht auf Erziehungsberatung ein individueller Rechtsanspruch. Erziehungsberatungsstellen werden in der Regel unmittelbar durch die Rat Suchenden selbst in Anspruch genommen. Dies schließt die grundsätzliche Freiwilligkeit der Inanspruchnahme ein. Die Leistungen sollen für die Rat Suchenden gemäß KJHG kostenfrei angeboten werden. Entsprechend der gesetzlichen Definition (§ 28 KJHG) sollen Erziehungs-beratungsstellen Eltern, Kinder, Jugendliche und andere Erziehungsberechtigte unterstützen bei

  • der Klärung und Bewältigung individueller und familienbezogener Probleme und der zu Grunde liegenden Faktoren
  • der Lösung von Erziehungsfragen
  • sowie bei Trennung und Scheidung

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Wer kann uns um Rat fragen?

  • Eltern und alle, die Verantwortung für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen tragen
  • Kinder, die vielleicht sonst mit niemandem reden können
  • Jugendliche und Erwachsene, die in Schwierigkeiten stecken
  • Alle Bezugspersonen, die Fragen zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben (LehrerInnen, ErzieherInnen, etc.)

Ihnen wird unabhängig von ihrer Nationalität, ihren religiösen, politischen und weltanschaulichen Auffassungen geholfen.

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Anlässe und Gründe, die Beratungsstelle aufzusuchen:

Sie können sich an uns wenden, wenn Kinder oder Jugendliche sich auffällig verhalten, z.B.

  • besonders schweigsam sind oder sich zurückziehen
  • äußerst aggressiv sind
  • unvermittelt und häufig weinen
  • ein "Zappelphilipp" oder hyperaktiv sind
  • ein übermäßiges Anlehnungsbedürfnis haben oder übertriebenen Körperkontakt suchen
  • nicht malen wollen oder können
  • sich plötzlich in ihren schulischen Leistungen verschlechtern oder sich nicht mehr erbringen können
  • sich auf einmal aus unerklärlichen Gründen verändern

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Unser Angebot

  • Beratung und therapeutische Unterstützung von Kindern, Jugendlichen sowie ihrer Eltern und Erziehungsberechtigten, insbesondere bei Erziehungsfragen oder Erziehungsschwierigkeiten, seelischen Problemen, Verhaltensauffälligkeiten, Leistungsproblemen, körperlichen Auffälligkeiten, familiären Krisen sowie Trennung und Scheidung
  • Diagnostik; Gruppen-, Familien- u. Einzelfalldiagnostik.
  • Präventive Angebote, einzelfallübergreifende Angebote, insbesondere für Eltern, Kinder und Jugendliche, die sich nicht in der Erziehungsberatungsstelle anmelden
  • Vernetzungsaktivitäten, Zusammenarbeit mit Diensten, Einrichtungen, Initiativen aus den Bereichen Jugendhilfe, Schule und Gesundheitswesen

Die Dauer der Inanspruchnahme kann von einem Gespräch bis über ein Jahr oder länger mit wöchentlicher Beratungsfrequenz reichen. In der Beratung wird in unterschiedlichen Beratungsformen (Settings) gearbeitet, z.B. Elternberatung, Familiengespräche, Kinder- oder Jugendtherapie, Gruppenarbeit.

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Unsere Gruppenangebote

Besonderes Kennzeichen der Psychologischen Beratungsstelle Wolfach sind die spezifischen Gruppenangebote, zwei Mal im Jahr jeweils stattfinden. Dazu gehören:

Kindergruppen

Für Kinder aus Trennungs- u. Scheidungsfamilien

  • Gefühle bzgl. Trennung und Scheidung verarbeiten (Wut, Ärger, Verzweiflung, Ohnmacht ...)
  • Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stärken
  • Neue Chancen in der veränderten Familienform entdecken (z.B. Zugewinn neuer Partner der Eltern, Wegfall von chronischen Streitsituationen, doppelte Heimat und Neugestaltung der Beziehung zu Mutter und Vater)
  • Gemeinsam spielen, toben, ausgelassen sein, lustig sein, Krach machen, lachen, trauern, reden, Kekse essen, ...

"Zappelphilipp" - Gruppe für Kinder mit Konzentrations-schwächen und Hyperaktivität

  • Wenn Eltern oder Lehrer über eine zu geringe Konzentration bei Ihrem Kind klagen, sind sie hier richtig.
  • Die Gruppe soll helfen, mit Lernschwierigkeiten umgehen zu lernen, die durch Aufmerksamkeitsprobleme entstehen.
  • Die Gruppe soll helfen, mit Mitschülern und Freunden besser klar zu kommen.
  • Die Gruppe soll helfen, die eigene Unsicherheit zu bewältigen.
  • Die Gruppe soll helfen, als betroffen Eltern sich kennen zu lernen und über Konzentrationsschwächen etwas zu erfahren.

Heilpädagogische Rhythmik / Psychomotorik

  • Für Kinder im Alter zwischen vier und sieben Jahren mit dem Verdacht auf Wahrnehmungsstörungen und Kinder, die Auffälligkeiten in ihrer motorischen und sozialen Entwicklung zeigen.
  • Die Verbindung von Bewegung, Musik, Sprache und unterschiedlichsten Materialien ermöglicht es Kindern spielerisch und ohne Leistungsdruck neue Erfahrungen zu sammeln.
  • Dieses Gruppenangebot möchte einen Beitrag zur körperlichen, seelischen und geistigen Entwicklung leisten, zur Stabilisierung und Harmonisierung der kindlichen Persönlichkeit beitragen.

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Gruppen für Erwachsene

Müttergruppe

  • Gemeinsamer Austausch über die ‚Firma Familie'. Der Betrieb muss laufen - dies erfordert viel Kraft und Nerven. Die Gruppe soll Tankstelle sein.
  • Auch 'andere' haben Probleme. Es ist für jede Frau entlastend zu sehen, dass es in jeder Familie Auseinandersetzungen und Konflikte gibt.
  • Jedes Kind, das in eine Familie hineingeboren wird, verändert die Partnerschaft und Beziehung. Die Gruppe soll ein Forum sein, über die Eltern- und Paarbeziehung zu sprechen, ohne gleich 'Eheprobleme' zu haben.


"Schatzkiste statt Beziehungskiste" - Gruppe für Paare

  • Konflikte in der Paarbeziehung gehören zum normalen Beziehungsalltag: Streiten will gelernt sein (... zuhören, Gefühle ausdrücken, sich und den anderen wahrnehmen und akzeptieren....).
  • Auch andere Paare haben Probleme: sich öffnen und darüber reden lernen.
  • "Es war einmal ...": am Anfang war die Liebe. Wir machen uns gemeinsam auf die Suche nach dem verborgenen "Schatz".
  • Lachen ist gesund: Spaß und Freude miteinander erleben.

Angebote für Schulen und Kindergärten


Bereich Schulen


Fallübergreifende Zusammenarbeit und einzelfallbezogene Zusammenarbeit

  • Lehrerberatung - Kooperation im Einzelfall (bei Vorliegen einer Schweigepflichtsentbindung der Eltern)
  • Lehrerfortbildung
  • themenbezogene Gestaltung von Pädagogischen Tagen
  • anonyme Fallbesprechung
  • Planung gemeinsamer Veranstaltungen, z.B.
    Podiumsdiskussion entbindung)
  • regelmäßige Arbeitstreffen mit Beratungslehrer/innen
  • Supervision


Angebote für Eltern (... und Schule)

  • sämtliche einzelfallbezogenen Beratungsangebote
  • Mitgestaltung von Eltern-/Pflegschaftsabenden (z.B. Vorstellung der Beratungsstelle, Vorträge und Workshops zu zahlreichen pädagogisch-psychologischen Themen)
  • Beratung von Eltern und Elternvertretern bzgl. allgemeiner schulischer Fragen

Angebote für Schüler/innen

  • Beratung und Behandlung je nach Bedarf im Einzelfall
  • schnelle unbürokratische Terminvergabe an Jugendliche
  • in besonderen Fällen (z.B. bei Gewaltopfern) Beratung auch ohne Elterneinverständnis
  • Beratungsangebote vor Ort (in der Schule)
  • Ansprechpartner für besondere Anliegen, auch z.B. Info-Veranstaltungen zu diversen Themen

Projekt Gewaltprävention an Schulen

Seit Beginn des Schuljahres 1998/99 engagiert sich unsere Beratungsstelle besonders in der Gewaltprävention. Dabei werden alle schulischen Zielgruppen angesprochen (Lehrer, Eltern, Schüler). Es existieren verschiedene Bausteine, die je nach Bedarf zusammengefügt werden können (Arbeit mit Schulklassen, Eltern-Info, Lehrerberatung). Für den Grundschulbereich existiert ein spezielles Programm "Frühe Gewaltprävention". In besonderen Fällen ist auch Kriseninterventionsarbeit mit Schulklassen möglich.

Bereich Kindergarten

Angebote für Eltern

  • Elternberatung/ Erziehungsberatung
  • Beratung bei Einschulungsfragen
  • Beratung in Trennungs- und Scheidungsfragen
  • Zusammenarbeit mit anderen Institutionen sowie mit niedergelassenen Therapeuten (bei Vorliegen einer Schweigepflichtsentbindung seitens der Eltern)
  • Zusammenarbeit der Beratungsstelle mit dem Kindergarten (bei Vorliegen einer Schweigepflichts-
    entbindung)
  • spezielles Angebot seit April 1999: Müttergruppe

Angebote für Kinder

  • Diagnostik
  • Spieltherapie
  • Entwicklungsförderung
  • Gruppenangebote z.B. Rhythmikgruppe, Psychomotorik, Jungengruppe und Gruppe für Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien (zur Zeit nur für Kinder im Schulalter)

Angebote für die ganze Familie

  • Familiendiagnostik
    Familienberatung
    Familientherapie

Angebot für Erzieher/innen

  • fallbezogene Zusammenarbeit (bei Vorliegen einer Schweigepflichtsentbindung)
  • anonyme Fallbesprechung (bei Bedarf des Kindergartens ohne Vorliegen einer Schweigepflichtsentbindung)
  • Mitgestaltung von Elternabenden, z.B. Vorstellung der Beratungsstelle, themenbezogene Angebote zu den Bereichen Entwicklung, Erziehung, Verhaltensauffälligkeiten, sexueller Mißbrauch
  • Fort- und Weiterbildungsangebote für Erzieher/innen
    • in Kindergarten-Arbeitskreisen
    • für einzelne Kindergärten
    • für alle interessierten Erzieher/innen
  • Beratung und Supervision
  • Arbeit mit Jungengruppen im Kindergarten

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